Die Eschweger Tafel und ihre Mitarbeiter (im Bild) danken allen, die mit Spenden und Lebensmitteln mithelfen, die Not unserer Mitmenschen zu lindern. Das wird auch 2017 unser Ziel sein. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf Ihre Unterstützung.

Wir laden Sie ein:

Lernen Sie die Eschweger Tafel kennen, schauen

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100 Kinder beschenkt

ESCHWEGE. Strahlende Kinderaugen dankten den Helferinnen der Eschweger Tafel, die den 100 Kindern der Familien, die Kunden der Tafel sind, weihnachtliche Geschenke überreichten. Diese Aktion ermöglichten die großzügigen Spenden der Eschweger Firma Flexseal, in Zusammenarbeit mit Eschweger Geschäften, und der VR-Bank Werra-Meißner, die die Geschenke selbst gekauft und verpackt hatten. Die Eschweger Tafel dankt der Firma Flexseal und der VR-Bank für diese großzügige Spende.   Fotos: Flexseal+sf

Feuerwehr spendet

WANFRIED. „Auch an andere denken, denen es nicht so gut geht. Deshalb haben wir in unserer Weihnachtsfeier gesammelt. Es sind 220 Euro zusammen gekommen, die wir der Eschweger Tafel spenden“. Mit diesen Worten überreichten Peter Thiel, Wehrführer und Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Wanfried, und sein Stellvertreter Jörg Gebauer die Summe an Margot Furchert, die Tafel-Vorsitzende, und an Vorstandsmitglied Jürgen Heising. Margot Furchert dankte mit dem Hinweis, dass die Spende für die vielfältigen Aufgaben der Tafel verwendet wird. Die beiden Wehrmänner waren beeindruckt vom Umfang und der Vielfalt der Tafel-Arbeit, die ihnen Margot Furchert und Jürgen Heising erläuterten. – Foto (von links): Jürgen Heising, Peter Thiel, Margot Furchert und Jörg Gebauer.                         Foto: sf

Erfolgreiche Rewe-Aktion

Die Tafel-Mitarbeiterinnen Christa Zeich und Birgit Müller vor einem Teil der 272 Tüten mit Lebensmittel, die in den sechs Rewe-Märkten in BSA, Datterode, Herleshausen, Niederhone, Waldkappel und Wanfried zu Gunsten der Eschweger Tafel verkauft wurden. Diese Tüten, die u.a. Nudeln, Reis, Öl, Kekse und Tee enthalten, wurden bereits wieder an Bedürftige ausgegeben. Diese Tüten-Aktion wird von der Rewe-Handelskette schon einige Jahre durchgeführt. "Eine große Hilfe für uns und die Bedürftigen!" betont die Tafelleiterin Margot Furchert.     Foto: S. Furchert

Brot gebacken für die Eschweger Tafel

Von Siegfried Furchert

 

SCHWEBDA. Als sie am Samstag gegen elf Uhr die kleine Ofentür im Schwebdaer Backhaus öffneten, verbreitete sich in dem kleinen Raum sofort ein herrlicher Duft von frisch gebackenem Brot. Und dann kamen Rolf Ebenau, Klaus Böttner, Kai Bockel und Jens Paepcke von der Interessengemeinschaft Backhaus bei der ausstrahlenden Hitze sogar ins Schwitzen, als sie mit einem großen Schieber 100 Brote aus dem Backofen zogen, die die Schwebdaer „Bäcker“ der Eschweger Tafel spendeten.

Die Idee für diese Aktion hatte IG-Leiter Rolf Ebenau: „Wir haben darüber diskutiert und alle elf Mitglieder unserer Interessengemeinschaft waren sofort dafür. Wir hoffen, das wir mit unseren Broten ein wenig helfen können“. Das wird auf jeden Fall so sein, betonte die Tafel-Vorsitzende Margot Furchert, die die Brote abholte und sich bei der IG Backhaus und deren Mitgliedern für die leckere Spende bedankte.

Schon am Freitagabend heizten die Männer den Backofen an, um am Samstag die richtige Backtemperatur zu erreichen. Die 100 Brote, von der Bäckerei Stange aus Hoheneiche vorgefertigt, waren nach einer knappen Stunde knusprig gebacken. Bäckermeister Martin Stange, der die Brotlaibe selbst vorbeibrachte: „Der Teig der Brote wurde nach einem alten Rezept ohne Zusätze aus regionalem Roggenmehl, Salz, Wasser und ein wenig Hefe gefertigt. Es ist also eine reine Naturware!“.

Die Übergabe der Spende verfolgte neben Meinhards Bürgermeister Gerald Brill auch Erwin Heuckeroth, Vorsitzender des Museumsvereins und Leiter des Heimatmuseums Schwebda. Denn die seit drei Jahren bestehende Interessengemeinschaft Backhaus ist eine Abteilung des Museumsvereins. Erwin Heuckeroth: „Die IG hat diese Backaktionen in der Vergangenheit schon mehrfach und mit gutem Erfolg durchgeführt“. IG-Leiter Rolf Ebenau: „Allein 2016 haben wir an fast jedem ersten Samstag im Monat bis zu 140 Brote gebacken, die sich großer Beliebtheit erfreuen“. Ebenau wies auch darauf hin, dass im Backhaus nicht nur gebacken wird, es steht auch für kleinere Familienfeiern und Zusammenkünften zur Verfügung.

Rotarier-Damen unterstützen die Tafel

ESCHWEGE. Man könnte die aus dem Bäcker-Handwerk bekannte Redewendung von den warmen Brötchen umformulieren in: Sie gingen weg wie grüne Mistelzweige! Denn Mistelzweige waren am Samstag ein gefragter Artikel auf dem Eschweger Markt, von den Damen der Eschweger Rotarier angeboten, die als Gegenleistung um eine Spende für die Eschweger Tafel baten. Mit dem beeindruckenden Ergebnis: 1400 Euro an Spenden kamen zusammen.

Der Stand, an dem die Rotarier-Damen die in der Vorweihnachtszeit besonders gefragten Mistelzweige anboten, war ständig umlagert. Die Zweige der Schmarotzerpflanze waren in den Tagen vorher von einigen Rotariern „geerntet“ worden. Beate Bartholomäus, Sprecherin der Damengruppe: „Wir unterstützen schon seit einigen Jahren mit diesem Angebot soziale Projekte wie Frauen für Frauen oder das Tierheim. In diesem Jahr wollen wir der Eschweger Tafel die Spenden überreichen, weil wir von der wertvollen Arbeit der Tafel beeindruckt sind und wir gern etwas zur Unkostentilgung beitragen wollen“.

Margot Furchert, die Leiterin der Eschweger Tafel, war erfreut über den Spendenbetrag. „Uns entstehen täglich Unkosten, die wir nur durch solche Spenden decken können. So zum Beispiel beim Einsammeln der gespendeten Lebensmittel, wenn unsere Fahrzeuge täglich bis zu 100 Kilometer zurücklegen“.         (sf)

Staatsminister Michael Roth besuchte die Eschweger Tafel und informierte sich über deren Arbeit.                                                          Foto: sf

Staatsminister Roth besucht die Eschweger Tafel

Eschwege. „Die Tafeln sind und bleiben ein Stachel im Fleisch unseres Sozialstaates. Leider brauchen wir sie aber noch. Ich bin dankbar für den Einsatz so vieler Menschen", lobte der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Roth die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eschweger Tafel. Deren Vorsitzende Margot Furchert hatte Staatsminister Roth eingeladen, um mit ihm über ihr Engagement, vorhandene Schwierigkeiten und Erfolge zu sprechen. 

 „Wir geben, was wir geben können. Wir engagieren uns gerne und sind einfach froh, anderen helfen zu können, “ erklärte Furchert dem Bundespolitiker. Eine besonders wichtige, aber auch schwierige Aufgabe für die vor 18 Jahren gegründete Tafel Eschwege sei stets die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten gewesen. Nach der wenig erfolgreichen Integrationspolitik der neunziger Jahre habe sich inzwischen viel getan, betonten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Flüchtlinge, die in den vergangenen Monaten nach Eschwege gekommen seien, lernten relativ schnell und gut Deutsch. Hier funktioniert aus Sicht des Mitarbeiterteams die Integration. Das sei bei Migranten, die bereits vor vielen Jahren zu uns gekommen sind, durchaus anders.

Einigen der engagierten Ehrenamtlichen ist es nicht unbekannt, als Fremde in Eschwege eine neue Heimat gefunden zuhaben: „Uns wurde als Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg geholfen, also ist es für uns selbstverständlich, jetzt auch zu helfen.“ Bei der Tafel spielen aber weder Herkunft noch Hautfarbe ihrer Kunden eine Rolle, allein die Bedürftigkeit sei entscheidend. "Wir sind für alle Menschen da, die Hilfe brauchen", so die klare Ansage von Margot Furchert. 

„Es ist großartig, was sie hier in ihrer Freizeit leisten. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Elan und Kraft Sie sich für andere Menschen einsetzen. Doch ganz klares Ziel unseres Sozialstaates muss es sein, dass Einrichtungen wie die Tafel nicht mehr nötig sind“, so der Staatsminister. Dankbar sei er aber auch den Betrieben, die gute Lebensmittel der Tafel zu Verfügung stellten, anstatt sie als Abfall zu entsorgen.

(Text: Hanna Schmuch)

Staatsminister Roth (4. v.li.) lobte die Arbeit der ehrenamtlichen Miztarbeiter.

Die Vorsitzenden Margot Furchert und Birgit Müller dankten Renato Klei Dumi für den Einsatz der Schüler.

Berufsschüler unterstützen die Eschweger Tafel

ESCHWEGE. „Es hat uns großen Spaß gemacht. Wir wurden von der Eschweger Tafel sehr herzlich aufgenommen und konnten wirklich helfen.“, betonte Renato Klei Dumi. Innerhalb des Projektes „Falke 7“, das die VR-Bank Werra-Meißner innerhalb des Stiftungspreises 2016 förderte, unterstützte eine Schülergruppe der Beruflichen Schulen in Eschwege mit Renato Klei Dumi, Marvin Piske, Michael Angelo Jansen und Dominik Gloede die Eschweger Tafel bei ihrer täglichen Arbeit.

„Wir sind froh, dass unser Lehrer Herr Müller uns den Anstoß zu diesem Projekt mit der Tafel gegeben hat. Wir waren überrascht, wie viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind und was die Tafel für diese Menschen leistet. Wir arbeiten jetzt schon an einem neuen Projekt für den Stiftungspreis 2017“, schaut Renato Klei Dumi auf die Arbeit bei der Tafel zurück.

Mit ihrem Projekt und dem damit verbundenen Einsatz bei der Eschweger Tafel hatte die Gruppe 500 Euro beim Stiftungspreis 2016 der VR-Bank Werra-Meißner gewonnen. Den Gewinn stellte die Gruppe der Tafel zur Verfügung. „Die jungen Männer waren uns eine große Hilfe. Sie haben ordentlich mit angefasst. Wir waren alle sehr begeistert von so viel Engagement“ betont Birgit Müller, die 2. Vorsitzende der Eschweger Tafel.

Die Berufsschüler haben in allen Bereichen mit angefasst. Über das Einsammeln von Spenden und Nahrungsmitteln bis hin zur Ausgabe an Bedürftige. Sie kauften sogar Konserven und Milch von ihrem Startgeld, das die VR-Bank zur Verfügung stellte.

„Junge Leute für das Ehrenamt und unsere Tätigkeit zu begeistern und einzubinden, ist uns sehr wichtig und auch wichtig für das Fortbestehen unserer Einrichtung. Wir freuen uns deshalb über jede Hilfe. Auch in kurzen Intervallen, z.B. an den Wochenenden oder in den Ferien.“, betonte Margot Furchert, die 1. Vorsitzende der Eschweger Tafel. Auch die Mitarbeiter der Tafel lobten den Einsatz der Schülergruppe und die tolle Atmosphäre bei der Zusammenarbeit. Sie sammelten unten den Kollegen und überreichten Renato bei einer Abschlussbesprechung in den Tafelräumen stellvertretend für die Gruppe ein kleines Dankschön.

„Vielen Dank auch an die VR-Bank Werra-Meißner. Wir finden es bemerkenswert, dass die Bank durch den Stiftungspreis jungen Menschen einen Anstoß und die Möglichkeit gibt, sich für Menschen einzusetzen, denen es nicht so gut geht und diese Projekte unterstützt.“, bedankte sich auch Vorstandsmitglied Siegfried Furchert.

Flair-Fans spenden 500 Kilo Lebensmittel

ESCHWEGE. Auch in diesem Jahr profitiert die Eschweger Tafel und ihre Kunden vom Open-Flair: Die Flair-Fans und Festival-Besucher spendeten vor ihrer Abreise aus Eschwege nicht verwendete Lebensmittel der Eschweger Tafel. Von einer Sammelstelle holten die Mitarbeiter der Tafel am Sonntag und Montag 50 Kisten ab, jede gefüllt mit ca. 10 Kilogramm haltbarer Lebensmittel, die in den nächsten Tagen an Bedürftige ausgegeben werden.

Die Idee für diese Aktion hatten Open-Flair-Fans selbst: Vor zwei Jahre war es eine Marburger Studentin, die der Eschweger Tafel anbot, am Schlußtag des Festivals die nicht verwendeten und noch brauchbaren Lebensmittel der Besucher nicht zu vernichten, sondern zu sammeln und sie der Tafel anzubieten.

Die Tafel nahm das Angebot dankend an. Sie stellte auch in diesem Jahr am Ausgang des Festivalgeländes zwei Regale auf, in die die abreisenden Flair-Fans die Lebensmittel, vorwiegend Büchsen, Packungen und eingeschweißte Lebensmittel, abstellten.

Auch das Open-Flair-Management, das an allen Tagen viele ehrenamtliche Mitarbeiter und die Sicherheitsposten zu versorgen hatte, spendete die nicht verwendeten Lebensmittel der Tafel.    (sf).

 

Im Bild: Über 500 Kilo Lebensmittel spendeten die Open-Flair-Fans der Eschweger Tafel. Die Tafel-Vorsitzende Margot Furchert, hier vor den gefüllten Regalen: „Wir sind sehr dankbar für diese Spenden!“.       Foto: sf.

550 Euro Spende von den Palm Strikers

ESCHWEGE. Beim 4. Integrationscup des FFV Palm Strikers Eschwege am Johannisfest-Samstag kamen durch die verschiedenen Aktivitäten, Erlöse und Spenden 1100 Euro für einen guten Zweck zusammen. Der 2. Vorsitzende Frank Lepper und Kassenwart Ralf Brill überreichten das Geld den Werraland-Werkstätten und die Eschweger Tafel.

Beim traditionellen Fußballturnier der Palmis am Johannisfest-Samstag waren die Fußballteams der Werraland-Werkstätten noch selbst aktiv. In den nächsten Turnieren können die Kicker und die anderen Sportgruppen der Werraland-Werkstätten in neuen Trikots und Trainingsanzügen antreten, denn die sollen für die 550 Euro angeschafft werden, wie Gerd Hoßbach, der Vorsitzende der Werkstätten mitteilte. Hoßbach dankte den Palm Strikers auch für die Ausrichtung des Integrationscups und den neuen Modus des Turnieres, das „für behinderte Sportler ein ganz großer Moment ist, wenn sie sich vor einem großen Publikum präsentieren und Fußball spielen dürfen“.

Auch für die Eschweger Tafel sind 550 Euro ein willkommener Zuschuß, wie die Vorsitzende Margot Furchert betonte. Der Betrag soll für die Finanzierung des Fuhrparkes der Tafel verwendet werden. Margot Furchert: „Denn unsere beiden Fahrzeuge, die die gespendeten Waren einsammeln, sind an jedem Tag der Woche rund 100 Kilometer unterwegs. Und das verursacht erhebliche Unkosten!“. Frank Lepper, der 2. Vorsitzende des FFV: „Es war einstimmiger Beschluss des Vorstandes, dass wir in diesem Jahr auch die Eschweger Tafel unterstützen!“.

Seit 1985 veranstaltet der FFV Palm Strikers am Johannisfest-Samstag sein Fußballturnier für einen guten Zweck. Viele Jahre starteten nur Freizeitmannschaften. Vor einigen Jahren änderte der FFV den Modus, organisiert jetzt ein Kombiturnier mit aktiven Fußballern und Handicapteams, das sehr gut ankommt. Auch bei den Zuschauern, die trotz des etwas kühlen Wetters das Turnier auf der Torwiese besuchten. Anteil am Gesamterlös hatten auch die eingesetzten Schiedsrichter, die auf einen Teil ihres Honorares verzichteten.       (sf)

Michael Angelo Jansen und Renato Duni (re.) kauften Lebensmittel für die Eschweger Tafel ein.

Eschweger Berufsschüler "mit viel Herz"

ESCHWEGE. Sie zeigten großes Interesse an der Arbeit der Eschweger Tafel: Renato Duni und Michael Angelo Jansen, die als Vertreter der Klasse 10 BFNO der Beruflichen Schulen Eschwege einige Wochentage in der Eschweger Tafel mitarbeiteten, um deren Arbeitsablauf kennenzulernen. Einstimmige Meinung von Renato und Michael Angelo: „Eine ganz wichtige Arbeit, die die EschwegerTafel leistet!“.

Die Klasse 10 der Beruflichen Schulen war einem Aufruf der VR-Bank Werra-Meißner gefolgt, sich am Stiftungspreis „Mit Herz für die Region“ zu beteiligen, bei dem Schulen aufgefordert wurden, sich näher mit sozialen Projekten der Region zu befassen. Die VR-Bank stellte jeder Klasse, die sich beteiligte, 100 Euro zur Verfügung, die sie nach eigenem Gutdünken verwenden durften.

Die Berufsschüler entschieden sich, für die 100 Euro Lebensmittel zu kaufen und sie der Eschweger Tafel zur Verfügung zu stellen. Renato Duni und Michael Angelo Jansen packten beim Einkauf selbst mit an und beluden beim Eschweger Tegut-Markt das Tafelfahrzeug mit Paketen von Milch und Gemüsekonserven, die später an Bedürftige ausgegeben werden.

Alle Schulen und Klassen, die sich an der Aktion der VR-Bank beteiligten, durften ihre Erfahrungen, die sie mit den verschiedenen Projekten im Kreis gemacht haben, der Bank vorstellen. Die Klasse 10 fertigte ein Plakat an, auf dem sie die Arbeit der Eschweger Tafel vorstellte und über die eigenen Erfahrungen berichtete.

Eine Jury der VR-Bank wird nun alle Berichte sichten und darüber urteilen, wer die drei ausgelobten Geldpreise und den Überraschungspreis bekommt, die bei einer Abschlußveranstaltung vergeben werden. Die Eschweger Tafel hofft, dass auch die Klasse 10 BFNO der Beruflichen Schulen bei den Preisträgern ist.                           Siegfried Furchert

Erinnerungs-Foto vor dem Hessischen Landtag.

Tafel im Hess. Parlament und im Klosterkeller

MdL Dirk Landau: Belohnung für großes Engagement

 

 

ESCHWEGE. „Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Eschweger Tafel haben sich diese Einladung durch ihr großes ehrenamtliches Engagement einfach verdient. Sie soll ein Dankeschön für deren großartige Arbeit sein!“. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Landau, selbst Helfer bei der Eschweger Tafel wann immer es sein Zeitplan erlaubt, hatte die Mitglieder der Tafel zu einem Besuch des Hessischen Landtages in Wiesbaden und einem Besuch des Klosters Eberbach eingeladen. Die Besuche hinterließen großen Eindruck bei allen Teilnehmern, die begeistert in die Heimat zurückkehrten und Dirk Landau für diese Einladung dankten.

Mit dem Reisebus ging es in die Landeshauptstadt Wiesbaden ins Stadtschloß, wo auch das Landesparlament untergebracht ist. Eine sachkundige Führung durch die gut erhaltenen Räume des Stadtschlosses und des Parlamentes war der erste Höhepunkt, als Dirk Landau seinen Gästen auch seinen Platz im Landesparlament zeigen konnte.

Weiter gings nach Kiedrich, einem kleinen Winzerdorf, wo sich die Eschweger Gäste mit einer deftigen Vesper und dem ersten Schoppen Wein stärkten. Die Tafelmitglieder, die dann zum nahen Kloster Eberbach wanderten, konnten diese Stärkung gut gebrauchen. Auch im Kloster eine Führung durch die nicht jedem Gast zugänglichen Räume und Klosterkeller, wobei die Eschweger auch die Räume besichtigten, in denen der bekannte Film „Im Namen der Rose“ gedreht wurde.

Während der Schlender-Weinprobe durch die Weinkeller waren die Gläser der Eschweger Gäste niemals leer, die einige vom Kloster produzierte Köstlichkeiten probierten. Eine Stärkung im Kloster-Restaurant vor der Heimreise war Abschluss der Fahrt.   (sf)

 

MdL Dirk Landau (vordere Reihe, 3.v.re.) und seine Gäste auf der Zuschauertribüne des Hessischen Landtages.
Dirk Landau hilft den Tafel-Mitarbeiterinnen beim Sortieren der Waren.

Landau: "Wie ein kleiner Industriebetrieb!"

Der Landtagsabgeordnete bringt sich in die Eschweger Tafel ein

 

ESCHWEGE. Nicht nur, weil in der Landeshauptstadt Wiesbaden und im Hessischen Landtag kräftig Karneval gefeiert wurde und der CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Landau einige freie Tage sinnvoll füllen will. „Ich möchte die wertvolle Arbeit, die die Eschweger Tafel leistet, die Tagesabläufe  einmal näher kennen lernen  und mich auch aktiv bei der Tafel einbringen“. So die Motivation von Dirk Landau, einige Tage als ehrenamtlicher Helfer bei der Tafel mitzuarbeiten.

Beim 15-jährigen Jubiläum vor zwei Jahren bekam Dirk Landau Kontakt mit der Tafel, trat ihr als Mitglied bei. Landaus Wunsch, selbst aktiv mitzuarbeiten,  konnte bei den Ausfällen von Mitarbeitern in der Grippezeit schnell erfüllt werden. An einem Tag als Helfer beim Einsammeln der gespendeten Waren, an einem weiteren beim Sortieren der Spenden und der Ausgabe an Bedürftige konnte der Landtagsabgeordnete einige Erfahrungen sammeln, was den Arbeitsumfang der Mitarbeiter betrifft.

Sein Resümee: „Das hätte ich nicht gedacht, was hier in der Tafel von den ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet wird. Was es da alles zu bedenken, zu organisieren und zu tun gibt, das kommt schon einem kleinen Industriebetrieb nahe.  Größten Respekt vor dem, was in dieser Tafel von den Mitarbeitern geleistet wird!“.

Die Helferinnen, mit denen Dirk Landau zusammenarbeitete, gaben das Kompliment zurück: „Landau ist ein Politiker zum Anfassen, der aber auch selbst anpackt!“. Es soll nicht der letzte Einsatz des CDU-Politikers bei der Tafel gewesen sein: „Wenn es meine anderen Aufgaben zulassen, werde ich wieder mitarbeiten!“.     (sf)

"Essen wird viel zu schnell entsorgt!"

Umweltdezernent Dr. Wallmann und Umweltberaterin Gabriele Maxisch besuchen die Eschweger Tafel

 

Von Siegfried Furchert

 

ESCHWEGE. Die steigende Verschwendung und Vernichtung von Lebensmitteln – für die Kreisverwaltung ein ganz wichtiges Diskussions-Thema. Für Dr. Rainer Wallmann, den 1. Kreisbeigeordneten und Umweltdezernenten , und Gabriele Maxisch, die Umweltberaterin des Kreises, ein Grund, der Eschweger Tafel einen Besuch abzustatten und mit dem Vorstand der Tafel über das Thema „Lebensmittel-Vernichtung“ zu diskutieren und es zu thematisieren.

„Wir sind froh und der Eschweger Tafel sehr dankbar, das sie mit ihrer Tätigkeit einen wichtigen Beitrag gegen die Verschwendung und Vernichtung von noch verwendbaren Lebensmitteln leistet“, betonte Dr. Wallmann im Gespräch mit den Tafel-Vorsitzenden Margot Furchert und Birgit Müller. Dr. Wallmann und Gabriele Maxisch: „Viele Lebensmittel werden einfach zu schnell entsorgt, obwohl sie noch genießbar sind. Die Tafel gibt mit ihrer Tätigkeit ein gutes Beispiel, wie man es besser machen kann!“.

Gerade die an die Tafeln abgegebenen Lebensmittel wie Obst und Gemüse werden sehr oft wegen kleiner Unzulänglichkeiten wie Druckstellen aussortiert. In den Märkten machen die sogenannten Haltbarkeitsdaten viele Lebensmittel schnell zu Ausschussware. Gabriele Maxisch: „Hier sollte für die Verbraucher mehr Aufklärung erfolgen oder sogar neue gesetzliche Regelungen und Vorschriften angestrebt werden“.

Umweltdezernent Dr. Wallmann wies auch darauf hin, dass Tafelarbeit auch sehr viel mit Klimaschutz zu tun hat: „Weil beim Entsorgen viel CO2 ausgestoßen und damit die Umwelt verschmutzt wird“. Der Umweltdezernent glaubt, dass es auf der Welt genug Lebensmittel gibt, kein Mensch hungern müsste: „Ein viel größeres Problem ist die Verteilung der Lebensmittel an Bedürftige.  Könnte man dieses Problem lösen, müsste kein Mensch auf Erden hungern!“

Margot Furchert, die Leiterin der Tafel, erläuterte den beeindruckten Gästen den Ablauf der ehrenamtlichen täglichen Tafelarbeit: „Rund 420 Personen werden jährlich von der Eschweger Tafel mit rund 40 Tonnen gespendeter Lebensmittel versorgt“, betonte die Vorsitzende. Alle Lebensmittel sind einwandfrei und werden vor der Ausgabe noch einmal gründlich und einzeln kontrolliert.

Dr. Rainer Wallmann und Gabriele Maxisch verabschiedeten sich mit dem Wunsch, dass „die Eschweger Tafel hoffentlich noch lange großzügige Spender findet und die Tafel auch künftig bedürftigen Menschen helfen kann!“.

 

Im Bild oben: Dr. Rainer Wallmann (2. von links) und Gabriele Maxisch (4. von links) konnten sich davon überzeugen, dass die von den Tafelhelferinnen vor der Ausgabe noch einmal kontrollierten Lebensmittel einwandfrei sind.         

Lesen Sie Interessantes über die Eschweger Tafel unter AKTUELLES und TAFEL-AKTIVITÄTEN

Die Kindergärten Frieda und Weidenhausen spendeten der Tafel Lebensmittel.
Die Landfrauen aus Wolfterode spendeten sechs Körbe Lebensmittel.

Landfrauen Wolfterode spenden Lebensmittel

 

Kindergärten spenden der Tafel Lebensmittel

 

Die Tafel im Meißnervorland zu Gast

 

Lebensmittel aus 30 Gemeinden

 

Margot Furchert - immer im Einsatz

 

90 Tore für die Tafel

 

OG-Abiturienten spenden 1500 Euro

 

Eifrige Sammler: Die LEOS

 

Die Tafel feiert 15. Geburtstag

 

Lebensmittel aus 30 Gemeinden des Kreises

 

. . . und andere interessante  Artikel

UNSERE MEINUNG



50 Prozent Lebensmittel werden weggeworfen - und Menschen verhungern!

Sie war lange überfällig und sollte nicht abreißen, die Diskussion in den letzten Tagen und Wochen, in der es um die Vernichtung von Lebensmitteln geht. Fernsehreportagen und die in den Kinos gelaufene Dokumentation „Taste the waste“ prangern diesen unhaltbaren und unglaublichen Ist-Zustand an, der die traurige Realität aufzeigt: Rund 50 Prozent (!) aller Lebensmittel werden weggeworfen – von den Erzeugern, den Händlern, oder gar den Verbrauchern selbst.

Das gefällt niemandem, und doch wird nur wenig oder nichts unternommen, um diesen himmelschreienden Zustand zu beenden. Alle machen weiter mit oder schauen ganz einfach weg – und täglich verhungern viele Menschen. Unglaublich und beschämend!

Nur wenige Institutionen suchen nach Antworten und Lösungen. So wie die Dokumentation „Taste the waste“, die diese Missstände aufdeckt und sogar viele brauchbare Vorschläge unterbreitet.

Solange aber die EU ihre zum großen Teil überzogenen Haltbarkeits-Vorschriften nicht revidiert und zurückfährt, die die großen Erzeuger und Supermärkte sogar zur Vernichtung der Lebensmittel zwingt, anstatt sie Bedürftigen oder den Tafeln weiter-zugeben, oder nur das Gewinnstreben vieler Behörden, Erzeuger und Märkte im Vordergrund steht, die nur teuer verkaufen, Reste aber nicht abgeben wollen, und solange auch bei den End-Verbrauchern kein Umdenken einsetzt, die sich allzu schnell von angeblich verdorbenen, aber noch essbaren Lebensmitteln trennen, solange wird sich an der Wegwerf-Mentalität nichts ändern. Und täglich verhungern weiter Menschen!

Auch ein Thema für die politischen Gremien auf Landes- und Bundesebene, sich ganz intensiv damit zu befassen, aktiv zu werden, Initiativen zu gründen und nach brauchbaren und praktikablen Lösungen zu suchen. Denn wenn aus 50 Prozent vernichteter Lebensmittel 40 oder 30 werden, kann schon vielen hungernden Menschen geholfen werden. Erinnern wir immer wieder daran, dass auch nur ein gerettetes Menschenleben diesen Einsatz wert ist.        

                                                                                  Siegfried Furchert

 



UNSERE MEINUNG


Keine Menschen


zweiter Klasse!


In den letzten Tagen eine oft gestellte Frage: Ob man der Eschweger Tafel auch schon aus den Regalen geräumte falsch deklarierte Bio-Eier oder mit Pferdefleisch versetzte Lebensmittel und Tiefkühl-Produkte angeboten hat? Nein! Alle Spender in der Region, die die Eschweger Tafel Tag für Tag, Woche für Woche einwandfreie Lebensmittel spenden, handeln verantwortungsbewusst, haben sich von der Hysterie um die mit Pferdefleisch versetzten Produkte nicht anstecken lassen. Sie haben den Vorschlag dieses Abgeordneten gar nicht diskutiert, diese Lebensmittel an die Tafel oder andere karitative Einrichtungen der Region weiter zu geben.

Auch der Bundesverband Deutscher Tafeln e.V. reagierte mit Unverständnis und Empörung auf den Vorschlag, die Eschweger Tafel schließt sich an. Nicht, weil wir uns vor dieser Ware ekeln oder sie als minderwertig einstufen. Aber: Es kann nicht sein, dass Lebensmittel, die Betrüger auf den Markt brachten, die in betrügerischer Absicht falsch deklariert sind und die der größte Teil der Verbraucher deshalb auch strikt ablehnt, als gut genug für Bedürftige eingestuft werden. Bedürftige sind keine Menschen und Verbraucher zweiter Klasse!

Die Eschweger Tafel wird auch in Zukunft den bedürftigen Menschen, die sie betreut, nur einwandfreie Waren anbieten.

 

Für den Vorstand der Eschweger Tafel: Margot Furchert, 1. Voritzende



Politik nicht aus der Verantwortung entlassen!

Nach von der europäischen Statistikbehörde Eurostat veröffentlichten Zahlen sind hierzulande 70 Prozent der Erwerbslosen arm. EU-weit liegt die Quote allerdings niedriger – bei 45 Prozent.

Dass die meisten Arbeitslosen hierzulande ein Leben an oder unter der Armutsgrenze führen müssen, ist ein unhaltbarer Zustand. So fordert der Bundesverband der Tafeln e.V. eine grundsätzliche Reform der Arbeitslosenversicherung: Das Arbeitslosengeld muss armutsfest gestaltet, die Bezugsdauer ausgedehnt werden. Das Mindestarbeitslosengeld muss zudem deutlich über dem Hartz-IV-Regelsatz liegen.

Die Tafeln versuchen, so gut es eben geht, die Not etwas zu lindern, stehen aber oft vor unlösbaren Problemen. Unsere Meinung: Deshalb darf die Politik nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Denn sie hat dafür zu sorgen, dass Menschen erst gar nicht in eine Notlage geraten. Für die Daseinsversorgung ist allein der Staat zuständig. Er ist verpflichtet, sich diesem Problem mit großer Ernsthaftigkeit anzunehmen. Daran muss man immer und immer wieder erinnern.

Auf kommunaler Ebene wird die Arbeit der Eschweger Tafel, die neben Arbeitslosen und Rentnern auch viele aus osteuropäischen Ländern eingewanderte Menschen versorgt, dankenswerter Weise seit einigen Jahren unterstützt. Kreis- und Stadtverwaltung Eschwege, aber auch Mandatsträger, verschiedene politische und private Organisationen und private Spender helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Mit dieser Hilfe war es zum Beispiel möglich, Beförderungs- und Fahrprobleme der Tafel zu lösen, und die neue Ausgabestelle in der Hindenlangstraße zu beziehen.

Für diese Hilfe ist die Eschweger Tafel sehr dankbar, und hofft, dass ihre Arbeit auch künftig unterstützt wird.                                   Siegfried Furchert